Im Deutschen gibt es zwei syntaktische Möglichkeiten, eine Bezugsgröße näher zu beschreiben:
(1) den Relativsatz
Der Mann, [der Sushi isst], ist dick.
(2) die Partizipialkonstruktion
Der [Sushi essende] Mann ist dick.
Im Japanischen gibt es hingegen nur eine Möglichkeit zur näheren Beschreibung einer Bezugsgröße, die der Partizipialkonstruktion im Deutschen sehr ähnlich ist.
[sushi wo tabete iru] otoko no hito wa futotte imasu.
〔すしをたべている〕 おとこのひとはふとっています。
Auch hier steht das Verb vor dem Nomen, allerdings nicht wie im Deutschen als Partizip, sondern in der sog. Wörterbuchform. Ein weiteres Beispiel mit der Kopula „desu“:
kochira wa [kurarinetto wo jouzu ni huku] tomodachi desu.
こちらは 〔クラリネットをじょうずにふく〕 ともだちです。
Das ist der Freund, [der sehr gut Klarinette spielt]. / Das ist der [sehr gut Klarinette spielende] Freund.
Wie im Deutschen muss die Bezugsgröße nicht unbedingt Subjekt des Satzes sein:
watashi wa [takusan kasegu] kaishain wo shitte imasu.
わたしは 〔たくさんかせぐ〕 かいしゃいんをしっています。
Ich kenne einen Angestellten, [der gut verdient]. / Ich kenne einen [gut verdienenden] Angestellten.
[wird fortgesetzt]